Skomrah Corona

Sonntag, 2. Juni, 17 Uhr / Alte Kirche St. Johann, Saarbrücken

TAMIS-Abschlusskonzert / Jahrestagung der Karg-Elert-Gesellschaft

Sigfrids Rendez-vous – ein Tanz musikalischer Weltbürger


Musik von Karg-Elert, Telemann, J. S. Bach, Böhm, Lully, Rameau u. a.
in Choreographien verschiedener Stile

Camire: Miriam Grapp, Blockflöte; Carolyn Soo, Violine; Heidrun Mertes, Viola da gamba und Violoncello; Eri Takeguchi, Cembalo und Orgel

Skomrah Corona: Christiane Mandernach und Thomas Klein, (Barock-)Tanz

Eintritt 15 € / ermäßigt 10 €

Sigfrid Karg-Elert, Komponist des frühen 20. Jahrhunderts, räumte in seinem Schaffen der „Alten Musik“ großen Stellenwert ein: Bekennender Verehrer von J. S. Bach und Händel und musikalischer Weltbürger wie Telemann, pflegte er einen „vermischten Geschmack“ – einen Stil, beeinflusst von mehreren Richtungen und Epochen.
Sigfrids Rendez-vous widmet sich den Barock-Bezügen in Karg-Elerts Musik: Barocken Kompositionen gegenübergestellt, erklingt sie in Transkriptionen des Ensembles Camire. Und Skomrah Corona wiederum lässt barocke Originalchoreographien modernen tänzerischen Ausdrucksformen zu Beginn des 20. Jahrhunderts begegnen – das Rendez-vous nimmt szenisch Gestalt an, innovative, freiheitsliebende Tanzstile setzen barocke Bilder und Klänge in Bewegung.
Freuen Sie sich mit uns auf ein Rendez-vous der Künstler und Künste – Begegnungen zwischen Musik und Tanz, geistlich und weltlich, ernst und heiter sowie verschiedenen Epochen und Ländern.


Sonntag, 22. April 2018 um 11 Uhr, Saal der HfM, TAMIS 2018

LES FOLIES DE DON QUICHOTE

Danzas espanolas de los siglos XVII & XVIII

Spanische Tänze des 16. bis 18. Jahrhunderts und Originalchoreographien im spanischen Stil
mit Musik von B. Pasquini, A. Cabezón, G. Sanz, G.P.Telemann, M. Prätorius, A. Campra und J.B. Lully

Die abenteuerlichen Erlebnisse der Romanfigur Don Quixote werden tänzerisch in Szene gesetzt mit typischen spanischen Tänzen wie Chacona, Canario und Sarabanden. Die Verrücktheit des Don Quichotes besteht darin, mit einem veraltetem Ritterideal und Ehrenkodex in die Welt hinaus zu ziehen und dafür nur Prügel zu ernten. Damit ist er sehr aktuell, denn in der heutigen Zeit sind hohe moralische Werte auch eher lächerlich. Und so wird die Folia – eben jene Verrücktheit – zum musikalischen und inhaltlichen roten Faden dieses Tanzstückes. Die Bilder pulsieren in spanischer Rhythmik, stampfenden Absätzen und Kastagnetten.

Skomrah Corona:
Guillaume Jablonka (Paris) und Thomas Klein, Barocktanz
Christiane Mandernach, Barocktanz und Cembalo
Carolyn Soo, Barockgeige
Anne Clement, Blockflöte und Viola da Gamba
Christina Ewald, Blockflöte
Heidrun Mertes, Viola da gamba
Albane Imbs, Barockgitarre und Theorbe

Tickets: MUSIKHAUS KNOPP: 0681/988 08 08, sr-shop@musikhaus-knopp.de
AKADEMIE FÜR ALTE MUSIK IM SAARLAND e. V.: 0681/910 24 85, akademie@alte-musik-saarland.de


FLORALIA

eine tänzerische Erzählung mit barocken Bühnentänzen und Instrumentalmusik von Fischer, Werner und Rameau

Gesamtleitung: Christiane Mandernach

Musik: Saarländisches Barockensemble

Skomrah Corona [„königliche Tänzer-Musiker“] wurde von Christiane Mandernach als variabel besetztes Ensemble gegründet und besteht im Kern aus dem Musiker-Tänzer-Duo Christiane Mandernach und Thomas Klein, das sich projektabhängig um weitere Musiker-Tänzer erweitert. Es hat sich zur künstlerischen Aufgabe gemacht, höfischen Tanz (Schwerpunkt Barock) historisch informiert aufzuführen: Musik, Tanz und Szene sollen im Sinne des barocken Gesamtkunstwerks als Einheit vermittelt werden.
Nach dem großen Erfolg von Hommage an Jean-Baptiste Lully und Le mariage de la Musique avec la Danse bringt die neue Produktion von Skomrah Corona abermals frischen Wind in die Szene. In Anlehnung an das bekannte Gemälde “Primavera” von Sandro Botticelli wird dessen Geschichte erzählt: Zephyros, der Westwind, verliebt sich in die Nymphe Chloris, verfolgt sie, raubt sie, nimmt sie gewaltsam zur Frau, bereut dann seine Tat – und verwandelt sie zur Göttin: Flora.
Das Ensemble präsentiert einen Reigen bunter Tänze um die Frühlings- und Blumengöttin. Inspiriert von den ludi florales, den sinnenfreudigen bis ausschweifenden Festen, die die alten Römer zu Ehren der Göttin alljährlich vom 28. April bis 3. Mai feierten, erzählt Skomrah Corona die Geschichte – im Geiste der Bühne des 17./18. Jahrhunderts – im affektbetonten, aber formstrengen Tanzstil des Barock.